Extras
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Präventivdiagnostik
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Urlaub in
Oberstdorf - Gesundheit fördern, Gesundheit bewahren
Eine moderne
medizinische Vorsorgediagnostik kann vieles verhindern
Urlaub in
Oberstdorf bedeutet ein Stück Gesundheit. Wanderungen in sauberer, klarer Luft,
fernab von Industrie und Straßenverkehr, sei es entlang der langen Täler, sei es
in luftigen Höhen bis 2650 m. Im Winter stehen fast 100 km Langlaufloipen zu
Verfügung und für den Abfahrtsläufer ca. 50 km Pisten aller Schwierigkeitsgrade.
Bergbahnen bringen den Gast in kürzester Zeit in Höhen bis 2224
Dabei sind es
auch viele ältere Menschen, die die Möglichkeiten zu Bewegung und Sport schätzen
und so ein Stück zum Erhalt ihrer Gesundheit beitragen wollen. Selbst
vorerkrankte Patienten mit Zustand nach Herzinfarkt, Herzschrittmacherträger,
Diabetiker oder Tumorpatienten suchen den Gesundheitsurlaub in Oberstdorf und
integrieren ihn in ihr Genesungs- und Rehabilitationsprogramm. Die Entscheidung,
den Urlaub in Oberstdorf zu verbringen zeugt für ein vorhandenes, gutes
Gesundheitsbewußtsein. Letztlich auch für die Erkenntnis, daß Gesundheit und
Wohlbefinden nicht selbstverständlich sind.
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Klinik Oberstdorf der Kliniken Oberallgäu gGmbH
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ein modernes Akutkrankenhaus
im großen Ferien- und Kurort Oberstdorf,
ist ständig verfügbarer Anlaufort für medizinische Notfälle aller Art, die sich
bei den Gästen ergeben.
Im Bereich der
Inneren Medizin steht in der Klinik Oberstdorf ein Team von 3 Fachärzten und 4
Assistenzärzten, ein modernstes technisches Instrumentarium, 43 Betten einer neu
errichteten Pflegestation mit komfortablen Zimmern und qualifiziertem
Pflegepersonal sowie eine Intensivstation mit 6 Betten und Möglichkeiten zu
allen lebenserhaltenden Notfallmaßnahmen wie Elektro- und Schrittmachertherapie,
Lysebehandlungen und der künstlichen Beatmung zur Verfügung. In seltenen Fällen
erfolgen ergänzende Untersuchungen und Maßnahmen in den anderen Kliniken des
Verbundes, v.a. im Schwerpunktklinikum Kempten.
Doch neben der
Inanspruchnahme dieser Oberstdorfer Klinikausstattung in Notfällen und bei
schweren Erkrankungen nutzen immer mehr Gäste, zum Teil diejenigen, die in der
Vergangenheit bei ihrer Notversorgung gute Erfahrung gemacht haben, die Klinik,
um sich im Urlaub, fernab von Streß und Zeitknappheit, einer ärztlichen
Vorsorge- oder Kontrolldiagnostik zu unterziehen, ohne Symptome einer bereits
bestehenden Krankheit zu verspüren.
Der
Kurgemeinde Oberstdorf liegt sehr daran, dieses Gesundheitsbewußtsein ihrer
Gäste und den Gedanken der Präventivmedizin, also vor allem der
Vorsorgediagnostik zu fördern. Diese kann nicht nur Krankheiten und Leid
vermeiden, sondern längerfristig betrachtet, auch erhebliche Kosten für das
Gesundheitswesen einsparen helfen.
Im Folgenden soll kurz erläutert werden, welche technischen diagnostischen Möglichkeiten in der Inneren
Medizin heute bestehen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen oder gar bei Bestehen
prädisponierender Risikofaktoren, evtl. zu verhindern.
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Herzerkrankungen
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Diese sind - ganz
besonders in der älteren Bevölkerung - sehr häufig, insbesondere bei Bestehen
bestimmter Risikofaktoren. Hierzu zählen vor allem der Bluthochdruck, das
Zigarettenrauchen, die Zuckerkrankheit und erhöhte Blutfette. Auch
Herzklappenerkrankungen sind bei älteren Menschen aufgrund früherer
Infektionskrankheiten und degenerativer Prozesse mit Verkalkungen nicht selten.
Zur Erkennung solcher Herzdurchblutungs- und -funktionsstörungen dient neben der
gründlichen körperlichen Untersuchung durch den Arzt, das Elektrokardiogramm (EKG) in Ruhe und
unter Belastung (Ergometrie) und der
Herzultraschall, die Echokardiographie.
Mittels moderner Dopplertechniken, v.a. der
Farbduplexmethode, kann der Blutfluß im Herzen gemessen und farblich dargestellt
werden.

Farbduplex-Echokardiografiegerät
Herzklappenfehler - undichte Mitralklappe.
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Langzeit EKG
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Hier wird der Herzrhythmus
über 24 Stunden kontinuierlich aufgezeichnet und anschließend mittels Computer
ausgewertet wird. Das dient der Erkennung von Herzrhythmusstörungen.
Herzrhythmusstörungen können akut lebensbedrohlich werden und mancher
Oberstdorfer Gast hat nach kurzem Aufenthalt auf der hiesigen Intensivstation
statt einer Kuhglocke einen hochmodernen Herzschrittmacher als Andenken aus dem
Allgäu mit nach Norddeutschland genommen. Schrittmacherträger können sich in der
Klinik Oberstdorf jederzeit einer Herzschrittmacherkontroll-untersuchung
unterziehen.
Ein wichtiger Risikofaktor ist der Bluthochdruck, wobei auch nur zeitweilige erhöhte
Blutdruckwerte bei häufig normalen Meßwerten ein Problem sein können. Eine 24-Stunden-Messung des Blutdrucks,
ähnlich wie beim Langzeit-EKG, dient der Erkennung solcher
Hochdruckformen.
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Bluthochdruck
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Bluthochdruck, hohe Blutfette und vor allem die Zuckerkrankheit
sind auch Risikofaktoren für
die Entstehung einer Arteriosklerose. Im Bereich der Halsschlagadern kann dies
zum Risiko für einen Schlaganfall werden. Mittels bestimmter
Ultraschalltechniken, auch v.a. wieder mittels der Farbduplexsonographie, können
Gefäßwandveränderungen und Verengungen, sog. Stenosen, der hirnversorgenden
Gefäße mittels einer
Karotisdopplersonografie, frühzeitig erkannt werden. So kann frühzeitig
mittels bestimmter Medikamente, wie Cholesterinsenkern oder
Blutplättchenhemmern, dem Fortschreiten der Arteriosklerose Einhalt geboten
werden. In seltenen Fällen können solche Schlagaderverengungen am Hals auch
operativ beseitigt werden.

Normale Halsschlagader im Farbduplex
Verengung der Gehirnschlagader mit Turbulenz
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Magen-,Darm- und Lebererkrankung
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Hier kann ebenfalls die Ultraschalldiagnostik als Abdomensonografie Krankheiten früh
erkennen helfen oder die Erklärung für Beschwerden liefern. Gallensteine als
Ursache zeitweiliger rechtsseitiger Oberbauchbeschwerden sind in der Bevölkerung
sehr häufig. Die endoskopische Entfernung der Gallenblase wird in der
chirurgischen Abteilung der Klinik innerhalb eines kurzen 3-4 tägigen
Aufenthaltes durchgeführt und mancher Gast hat seine Gallenblase, aber damit
auch seine oft schon seit Jahren bestehenden Beschwerden in Oberstdorf gelassen.
Bauchspeicheldrüsen- und Nierenkrebse sind nur im Frühstadium, wenn sie noch
sehr klein sind und noch keinerlei Beschwerden machen, operierbar und heilbar.
Hier kann die Ultraschalluntersuchung zur lebensrettenden Früherkennung
beitragen.
Die Schleimhaut von Magen und Dickdarm läßt sich leider bei der
Ultraschalluntersuchung nicht beurteilen. Hier ist die Endoskopie gefordert, bei der dünne
Instrumente mit Lichtleitern oder mit Videocomputerchips in Speiseröhre, Magen,
Dünn- und Dickdarm eingeführt werden. Mittels feiner Biopsiezangen lassen sich
kleine Schleimhautproben zur feingeweblichen pathologischen Untersuchung
entnehmen, was der Patient nicht spürt, da die Schleimhaut keine empfindlichen
Nervenstrukturen besitzt. Auch insgesamt ist die Spiegelung von Magen
(Gastroskopie), Dickdarm (Koloskopie) und ggf. der Lunge (Bronchoskopie), v.a.
aufgrund einer ungefährlichen Spritze, nach der der Patient für die kurze Zeit
der Untersuchung in der Regel schlummert, kaum unangenehm oder
belästigend.
Der Vorsorgewert der Endoskopie, vor allem der Dickdarmspiegelung, derKoloskopie ist erheblich. So gut wie alle
Dickdarmkrebse entstehen aus kleinen, gutartigen Schleimhautwucherungen, die
sich bei der Dickdarmspiegelung erkennen und mittels einer kleinen
Elektroschlinge schmerzfrei entfernen lassen. So können nicht nur bösartige
Tumoren früh genug erkannt werden sondern sie können auf diese Weise sogar in
ihrer Entstehung verhindert werden. In den Vereinigten Staaten, in denen die
flexible Darmspiegelung in ein Routinevorsorgeprogramm aufgenommen wurde, konnte
die Häufigkeit von Dickdarmkrebs, einer der häufigsten Krebserkrankungen bei
Frau und Mann, deutlich reduziert werden.
Eine häufige Ursache für immer wiederkehrende Magenbeschwerden und die Hauptursache für
Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre ist die Besiedlung der Magenschleimhaut mit
einem Bakterium, dem Helicobacter pylori. Dieser ruft regelhaft eine Gastritis,
eine Magenschleimhautentzündung, hervor die bei einigen Patienten zu
Oberbauchbeschwerden und Ulkus (Geschwür-)Entstehung führt. Auch ein
Zusammenhang mit der Entstehung des Magenkrebses ist erwiesen. Daher sollte der
Keim bei allen Patienten mit Beschwerden und bei jüngeren Patienten ggf. auch
ohne Vorhandensein von Beschwerden mittels einer einwöchigen Antibiotikatherapie
beseitigt werden. Hier kann die Magenspiegelung, die Gastroskopie, mit Probenentnahme das
Vorhandensein eines Helicobacters nachweisen. Auch die sehr häufige Entzündung
der unteren Speiseröhre durch aus dem Magen zurückfließende Magensäure
(Refluxkrankheit) mit Sodbrennen und Oberbauchschmerzen, zeitweilig wie
Herzschmerzen imponierend oder auch nur Reizhusten hervorrufend, kann
langfristig und unbehandelt zu einem bösartigen Speiseröhrentumor führen, läßt
sich jedoch andererseits bei rechtzeitiger Erkennung und medikamentöser
Behandlung rasch und vollständig zur Abheilung bringen.
Die Bedeutung eines erhöhten Blutfettspiegels und einer Zuckerkrankheit als wichtige
Risikofaktoren wurde bereits mehrfach genannt. Diese Stoffwechselstörungen
lassen sich laborchemisch im Rahmen einer Laboruntersuchung erkennen.
Wichtig ist
die Kenntnis der Leber- und Nierenfunktionswerte. Auch der Bestimmung der
Schilddrüsenwerte - gerade in Jodmangelgebieten wie hier im Allgäu - und auch
der Bestimmung der Blutsenkungsgeschwindigkeit, der Blutzell- und
Blutfarbstoffbestimmung, der Harnsäurebestimmung und der Kenntnis sogenannter
Tumorfaktoren kommt eine wichtige Früherkennungsbedeutung zu. So zeigt sich beim
häufigen Vorsteherdrüsenkrebs (Prostatakarzinom) des Mannes fast immer ein
erhöhtes sog. prostataspezifisches Antigen (PSA) als Tumormarker. Hierdurch kann
entsprechend frühzeitig die notwendige Diagnostik und Therapie eingeleitet
werden, während ein zu spät erkanntes Prostatakarzinom zum Tod des Patienten
führt.
Die genannten Untersuchungen umreißen die wichtigsten diagnostischen Verfahren einer
sinnvollen Vorsorgediagnostik. Auch bei einer gegebenen familiären Vorbelastung
(Herz-Kreislauf- oder Krebserkrankung von Eltern oder Geschwistern) sollten die
Möglichkeiten der modernen Inneren Medizin im Bereich der Präventivdiagnostik
genutzt werden.
Einige Untersuchungen werden auch von den niedergelassenen Kur- und Allgemeinärzten und
den beiden Internisten am Ort, mit denen die Klinik eng kooperiert,
durchgeführt.
Zwischen Hoteliers und Vermietern und der Klinik besteht ein enges Kooperations- und
Vertrauensverhältnis. Fragen Sie daher als Gast auch Ihren Gastgeber bezüglich
der vorhandenen Möglichkeiten, sich während der Zeit Ihres Urlaubs in Oberstdorf
einer Vorsorgediagnostik zu unterziehen. Nutzen Sie die stressfreie Zeit Ihres
Urlaubs, etwas Zeit für eine ärztliche Untersuchung und damit zum Erhalt Ihrer
Gesundheit aufzuwenden. Lassen Sie sich vor Beginn Ihres Sport-, Berg- und
Gesundheitsurlaubs mit Wanderungen, Bergtouren, Bergbahnaufstiegen in z.T. große
Höhen, Skilanglauf und Skiabfahrten bezüglich Ihres Gesundheitsstandes und Ihrer
Leistungsfähigkeit ärztlich untersuchen und beraten. Die Klinik ist in Notfällen
jederzeit für Sie da, doch mehr noch würden wir uns freuen, Sie bei guter
Gesundheit zur Vorsorgediagnostik kennenzulernen. Über alle
Untersuchungsergebnisse werden Sie ausführlich unterrichtet und beraten und
erhalten einen umfassenden schriftlichen Bericht für Ihre Unterlagen bzw. für
Ihren Hausarzt am Wohnort.
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Auskunft
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Informationen und Auskünfte jeglicher Art erhalten Sie im Sekretariat der
Inneren Abteilung der Klinik Oberstdorf bei Frau Renate Müller (Tel. 08322-703330).
Dr. med. Ulrich Bäcker Chefarzt der Inneren Abt.Klinik Oberstdorf
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